SCHIFFSBETEILIGUNGEN

WISSENSWERTES

Rechtliche Grundlagen

Schiffsbeteiligungen werden im Regelfall in einer GmbH & Co.KG aufgesetzt. Der Anbieter, auch Initiator genannt, bietet über Banken und unabhängigen Vermittlern Beteiligungen des Kommanditkapitals der Gesellschaft an. Die Geschäftsführung unterliegt dem persönlich haftenden Gesellschafter.

Die Beteiligung basiert auf einem vom Anbieter vorgegebenen Vertrag, dieser beinhaltet den Gesellschafts- und Treuhandvertrag sowie den Emissionsprospekt, der vor dem Vertriebstart  seit dem 1. Juli 2005 einer Genehmigungspflicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin ) bedarf.

Der Anleger beteiligt sich als Kommanditist. Der Anleger nimmt unbegrenzt am wirtschaftlichen Erfolg des Schiffes teil, sein unternehmerisches Risiko ist jedoch auf die Höhe seines Anteils begrenzt. Des weiteren stehen dem Kommanditisten Mitwirkungsrechte zu, die Rechte werden durch den Gesellschaftervertrag der Gesellschaft geregelt und variieren.  

Tonnagebesteuerung

Die Tonnage Steuer basiert auf §5a EstG mit dem Ziel der Stärkung des Schiffahrtsstandortes Deutschland. 

Die Tonnagesteuer ermöglicht es Handelsschiffen, die sich im internationalen Verkehr befinden, eine von der Steuer und Handelsbilanz abweichende Gewinnermittlung durchzuführen. Die Tonnagesteuer basiert auf der Gewinnermittlung der Nettoraumzahl, also der Größe des Schiffes. Die Besteuerung resultiert unabhängig vom tatsächlich eingebrachten Ergebnis der Gesellschaft. Dies hat zur Folge, dass ein sehr geringer steuerlicher Gewinn für die Gesellschaft und damit sehr geringe Steuern für die einzelnen Gesellschafter während der Betriebsphase entseht.

 

Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Mit einem Investment in eine Schiffsbeteiligung als Kommanditist unterliegt der Anleger den steuerlichen Wirkungen einer unter- nehmerischen Beteiligung. Da er als Mitunternehmer einzustufen ist, erzielt er Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Das Schifffahrtsunternehmen (der Fonds) ist selbst nicht Subjekt der Einkommensteuer. Die Einkünfte aus dem Schifffahrtsunternehmen unterliegen dem persönlichen Einkommen- steuersatz des einzelnen Kommanditisten.

 

Steueraspekte

Nach steuerlichen Kriterien ist eine Schiffsbeteiligung als Kapitalanlage ein sinnvolles Investment. Nahezu steuerfreie Ausschüttungen durch Optierung zur Tonnagesteuer führen zu einer attraktiven Verzinsung nach Steuern. Die Investition in eine Schiffsbeteiligung ist für den Anleger somit eine unternehmerische Beteiligung mit einem ausgewogenen Chancen/ Risiko-Verhältnis.

 

Günstiger Bau bzw. Einkauf des Schiffes

Es ist unbedingt darauf zu achten das der Bau bzw. der Einkauf der Schiffe möglichst gering ist. Ein Schiff das weniger Kapital in Anspruch nimmt, hat gegenüber teuer eingekauften Schiffen den Vorteil, in schwierigeren Phasen nicht auf hohe Charterraten angewiesen zu sein um Kapital einzubringen.  Der Preis ist dem entsprechend ein klarere Hinweis auf den Erfolg der Kapitalanlage. Es gilt jedoch nach wie vor immer das Gesamtkonzept im Auge zu halten, um sich ein akkurates Bild der Kapitalbeteiligung machen zu können.

 

Erfahrenes Emissionshaus mit guter Leistungsbilanz

Das Emissionshaus ist für die Gesamtkonzeption des Projekts zuständig und damit ausschlaggebend für den Erfolg der Beteiligung. Das Emissionshaus sollte Erfahrung im Bereich Schiffsbeteiligungen haben, im Ideal sind Referenzprojekte vorzuweisen mit denen sich der Anleger vertraut machen kann.

 

Konservative Kalkulation

Eine seriös gestaltete Schiffsbeteiligung sollte generell eine konservativ angelegte Kalkulation vorlegen können. Die anfallenden Betriebskosten, Charterraten, Wechselkurse und Zinsen sowie eine vorsichtig berechneter Erlös aus den Schiffen sollten vorgegeben sein.

 

Erstklassiger Charterer mit gutem Rating

Der Charterer mietet das Schiff um in Auftrag gegebene Fracht zu Transportieren. Vertraglich abgesicherte Festcharterzeiten sind hierbei wichtig für den kommerziellen Erfolg der Schiffe und somit auch für den Teil der Laufzeit für die jeweilige Beteiligung. Ratings geben einen klaren Einblick über die Bonität des Charterers.

 

Erfahrene Vertragsreeder

Die Betreuung des jeweiligen Schiffes sollte durch einen erfahrenen Reeder erfolgen. Die Betreuung sollte den technischen und organisatorischen Part, sowie das finanzielle Management abdecken. Die Langjährige Erfahrung der Reederei ist ein wichtiger Bestandteil der Projektbetreuung und somit durchaus als ausschlaggebend für den Erfolg des Gesamtprojekts einzustufen.

 

Schiffsbeteiligungen

Bei Schiffsfonds oder auch Schiffsbeteiligungen handelt es sich um geschlossene Fonds, bei denen das eingesammelte Kapital in den Bau oder den Erwerb von Seeschiffen investiert wird.

Der Anleger erwirbt einen Anteil am Gesellschaftskapital und beteiligt sich somit als Kommanditist an der Gesellschaft mit allen Chancen und Risiken. Schiffsbeteiligungen gelten als Langzeitinvestition mit einer Laufzeit von 10 bis 25 Jahren.

Wie bei geschlossenen Fonds generell können Anleger nur während eines bestimmten Zeitraums (Platzierungszeitraum) der Schiffsgesellschaft beitreten. Nachdem genügend Anleger dem Fonds beigetreten sind und das notwendige Eigenkapital eingeworben wurde, wird der Fonds geschlossen.

Gut konzipierte Schiffsfonds können sich als lukratives Investment für den Anleger bewähren. Hierbei gilt es folgende Kriterien zu beachten.